Ich kam heute nicht umhin, mir ein paar Songs auf Youtube anzuhören, dabei stieß ich auf dieses fröhlich rhytmische, aber inhaltliche sehr traurige Lied, mit yiddischem Temperament.
Text:
Ejns, tswej, draj, fir, arbetlose senen mir,
nischt gehert chadoschim lang
in fabrik den hamer-klang,
‘s lign kejlim kalt, fargesn,
‘s nemt der sschawer sej schon fresn,
gejen mir arum in gas, wi di gewirim pust-un-pas.
Ejns, tswej, draj, fir, arbetlose senen mir,
on a beged, on a hejm,
undser bet is erd und lejm,
hat noch wer wos tsu genisn,
tajlt men sich mit jedn bisn,
waser wi di g’wirim wajn gisn mir in sich arajn.
Ejns, tswej, draj, fir, arbetlose senen mir,
jorn lang gearbet schwer,
un geschaft als mer un mer,
hajser, schleser, schtet un lender,
far a hojfele farschwender.
Undser lojn derfar is wos? Hunger, nojt un arbetlos.
Ejns, tswej, draj, fir, ot asoj marschirn mir,
arbetlose, trit noch trit,
un mir singn sich a lid
fun a land, a welt a naje,
wu es lebn mentschn fraje,
Arbetlose is kejn schum hant in dem najen frajen land.
Der Krakauer Mordechaj Gebirtig schrieb dieses Lied. Der jiddische Künstler wurd 1942 von den Nazis auf der Straße erschossen.














